Zertifizierte AusbildungsQualität für die Kinder- und Jugendarbeit

Lehrgänge einreichen

Die aufZAQ-Lehrgangszertifizierung richtet sich an Aus- und Weiterbildungen für die Kinder- und Jugendarbeit. Voraussetzung dafür sind die aufZAQ-Qualitätsstandards.

Der Abschnitt 7 Schritte zur Zertifizierung beschreibt das aufZAQ-Einreichverfahren. Ein wichtiger Teil des Einreichverfahrens ist die fachliche und sachliche Bewertung der Lehrgänge durch die Expertise von unabhängigen ExpertInnen.

Für die Einreichung eines Lehrgangs müssen

Alle Unterlagen sind nach voriger Absprache mit der aufZAQ-Geschäftsstelle vollständig ausgefüllt einzureichen.

aufZAQ-Lehrgangszertifizierung

Bei der aufZAQ-Lehrgangszertifizierung kann man aus zwei Angeboten wählen: die “aufZAQ-Qualitätssicherung” oder die darauf aufbauende “Zuordnung zum aufZAQ-Kompetenzrahmen”.

Für beide Angebote gilt das selbe Einreichverfahren. Dieses ist im Abschnitt 7 Schritte zur Zertifizierung erläutert. Schon vor der Einreichung steht die aufZAQ für Fragen und Beratungsgespräche gerne zur Verfügung.

Für beide Angebote ist die Beschreibung der Lernergebnisse unbedingt erforderlich. Zur Unterstützung gibt es den Leitfaden zur Beschreibung von Lernergebnissen.

Die beiden Angebote zur aufZAQ-Lehrgangszertifizierung gestalten sich wie folgt:

1. aufZAQ-Qualitätssicherung

Dies ist die Basis der aufZAQ-Lehrgangszertifizierung. Hierbei wird bestätigt, dass es sich bei den Lehrgängen um qualitativ hochwertige Bildungsangebote im nicht-formalen Bereich handelt. Um die aufZAQ-Qualitätssicherung zu erhalten, muss ein Lehrgang die aufZAQ-Qualitätsstandards erfüllen.

Qualitätsgesicherte Lehrgänge stellen LehrgangsteilnehmerInnen eine aufZAQ-Teilnahmebestätigung aus und werden auf der aufZAQ-Website als qualitätsgesichert gelistet. Die LehrgangsträgerInnen erhalten einmalig ein Lehrgangszertifikat, das die hochwertige Qualität des Lehrgangs bestätigt.

2. Zuordnung zum aufZAQ-Kompetenzrahmen

Grundlage dafür sind die Standards und Anforderungen der aufZAQ-Qualitätssicherung. Es müssen somit die gleichen Voraussetzungen erfüllt werden (aufZAQ-Qualitätsstandards inkl. Beschreibung der Lernergebnisse) und der Lehrgang wird somit auch durch aufZAQ qualitätsgesichert. Zusätzlich müssen für eine Zuordnung zum aufZAQ-Kompetenzrahmen die beschriebenen Lernergebnisse durch ein Feststellungsverfahren überprüft werden. Dabei sind die aufZAQ-Kriterien für Feststellungsverfahren einzuhalten.

Lehrgänge, die dem aufZAQ-Kompetenzrahmen zugeordnet sind, stellen den AbsolventInnen einen aufZAQ-Qualifikationsnachweis mit der Angabe des entsprechenden Niveaus im Kompetenzrahmen aus. Dieser bestätigt, dass die AbsolventInnen im Sinne des Kompetenzrahmens qualifiziert für die Kinder- und Jugendarbeit sind.

Ist ein Lehrgang bereits im Rahmen der aufZAQ-Qualitätssicherung zertifiziert, kann durch eine neuerliche Einreichung zusätzlich die Zuordnung zum aufZAQ-Kompetenzrahmen erlangt werden, wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind.

Nutzen und Kosten der Expertise

Die Expertise ist zentral für die aufZAQ-Lehrgangszertifizierung und für LehrgangsträgerInnen ein externes Tool zur Qualitätsentwicklung. Sie ist eine fachliche Stellungnahme von drei unabhängigen ExpertInnen, die gemeinsam den Fachbeirat bilden.

Der Fachbeirat bewertet gemeinsam die Qualität eines Lehrgangs und bezieht sich dabei auf die aufZAQ-Qualitätsstandards und ggf. auf die aufZAQ-Kriterien für Feststellungsverfahren. Der Fachbeirat hat die Möglichkeit, konkrete Entwicklungsvorschläge an die einreichenden LehrgangsträgerInnen zu richten.

Es gibt von aufZAQ festgelegte über das Jahr verteilte Einreichfristen. Die genauen Einreichfristen werden im direkten Beratungsgespräch mit aufZAQ bekannt gegeben.

Je nach Wahl des Zertifizierungsangebots ergeben sich unterschiedliche Kosten, die zur Gänze für die Erstellung der unabhängigen Expertise aufgewendet werden:

    • EUR 1350.- wenn der Lehrgang ausschließlich für die aufZAQ-Qualitätssicherung eingereicht wird.
    • EUR 1500.- wenn der Lehrgang für die Zuordnung zum aufZAQ-Kompetenzrahmen eingereicht wird.

Wenn ein durch aufZAQ qualitätsgesicherter Lehrgang zusätzlich die Zuordnung zum aufZAQ-Kompetenzrahmen anstrebt, ist eine neuerliche Einreichung des Lehrgangs notwendig, für die sich die Kosten auf EUR 1200,- belaufen.

7 Schritte zur Zertifizierung

Die nachfolgend beschriebenen Schritte sind fester Bestandteil bei der Einreichung eines Lehrgangs. Sie gelten sowohl für das Angebot der aufZAQ-Qualitätssicherung als auch für das Angebot der Zuordnung zum aufZAQ-Kompetenzrahmen.

  1. Persönliches Beratungsgespräch mit aufZAQ (info@aufzaq.at, +43 [0] 1 214 44 99 21).
  2. Einreichen der vollständig ausgefüllten Unterlagen im pdf-Format (aufZAQ-Einreichformular, PDF mit den zugeordneten Lernergebnissen auf Basis von www.kompetenzrahmen.at, das Lehrgangscurriculum und – wenn eine Zuordnung zum aufZAQ-Kompetenzrahmen angestrebt wird – die Tabelle der Lernergebnisse und deren Feststellung). Die aufZAQ-Geschäftsstelle berät gerne und bestätigt den Erhalt der Unterlagen.
  3. Der/die LehrgangsträgerIn erhält eine Rechnung für die Kosten der Expertise und überweist den entsprechenden Betrag innerhalb von 4 Wochen an aufZAQ.
  4. Nach erfolgter Zahlung wird der Fachbeirat mit der Expertise beauftragt. aufZAQ übernimmt die Kommunikation im Evaluierungsprozess, z.B. bei Rückfragen zu den eingereichten Unterlagen. Eingereicht muss jeweils 4 Monate vor einem Fachbeiratstermin werden. Die genauen Einreichfristen werden beim Erstgespräch mit aufZAQ besprochen.
  5. Der Fachbeirat erstellt eine Expertise und die Empfehlung zur Zertifizierung bzw. Zuordnung zum aufZAQ-Kompetenzrahmen.
  6. Der aufZAQ-Beirat entscheidet auf Grundlage der Expertise über die Zertifizierung oder die Zuordnung zum Kompetenzrahmen des eingereichten Lehrgangs. Die Entscheidung des aufZAQ-Beirats wird dem/der einreichenden LehrgangsträgerIn gemeinsam mit der Expertise übermittelt.
  7. Nach positiver Zertifizierung bzw. Zuordnung zum Kompetenzrahmen wird der Lehrgang auf der aufZAQ-Webseite dementsprechend gelistet. Der/die LehrgangsträgerIn darf das aufZAQ-Logo an geeigneter Stelle in den eigenen Medien anführen. Für AbsolventInnen darf eine aufZAQ-Teilnahmebestätigung bzw. ein aufZAQ-Qualifikationsnachweis ausgestellt werden.

aufZAQ-Qualitätsstandards

Für die aufZAQ-Lehrgangszertifizierung gibt es folgende Grundvoraussetzungen die zu erfüllen und nachzuweisen sind:

Niveauspezifische Anforderungen

Der Lehrgang erfüllt die Anforderungen eines der Niveaus (II bis VI) der Niveauspezifischen aufZAQ-Qualitätsstandards (entsprechend des Kompetenzrahmens für die Kinder- und Jugendarbeit).

Rahmenbedingungen

  • Der Inhalt bzw. das Thema des Lehrganges ist für den kinder- und/oder jugendpädagogischen Bereich relevant (schriftliche Begründung durch den/die Lehrgangsträger/in).
  • Das Curriculum ist an pädagogischen Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendarbeit orientiert.
  • Die Eingangsvoraussetzungen sind klar definiert und werden in einer öffentlichen Ausschreibung kommuniziert.
  • Der Prozess und die Kriterien für die Auswahl der LehrgangsteilnehmerInnen sind transparent und folgen dem Gleichheitsgrundsatz.
  • Die Kostenkalkulation des Lehrgangs ist realistisch und nachvollziehbar.

Didaktische Anforderungen

  • Der Lehrgang weist ausgereifte didaktische Konzepte und eine adäquate Kursorganisation auf.
  • Die Lehrgangsunterlagen sind aktuell.
  • Die ausführenden ReferentInnen verfügen über eine fachspezifische Qualifikation und themenrelevante Erfahrung (Eignung wird durch Kompetenzbeschreibung der einzelnen Personen nachgewiesen).

Inhaltliche Anforderungen

  • Die Inhalte des Lehrgangs entsprechen durchgängig aktuellen fachlichen Standards/Entwicklungen (Beschreibung im Lehrgangscurriculum).
  • In Form von Lernergebnissen wird beschrieben, was die AbsolventInnen im Falle eines Feststellungsverfahrens wissen, verstehen und in der Lage sind zu tun, um den Lehrgang erfolgreich abzuschließen. (Als Hilfestellung dafür dient der Leitfaden zur Beschreibung von Lernergebnissen)
  • Im Falle einer Zuordnung zum aufZAQ-Kompetenzrahmen müssen die beschriebenen Lernergebnisse zusätzlich durch ein Feststellungsverfahren überprüft werden. Dabei sind die aufZAQ-Kriterien für Feststellungsverfahren einzuhalten.
  • Die Mehrheit der beschriebenen Lernergebnisse entsprechen Kompetenzbeschreibungen im Kompetenzrahmen für die Kinder- und Jugendarbeit

Lehrgangsevaluation

  • Die LehrgangsteilnehmerInnen evaluieren den Lehrgang. Dabei gehen sie auf die Lehrgangsinhalte, die Erreichung der Lernergebnisse und die Kursorganisation ein. Die Ergebnisse dieser Evaluation sind in ausgewerteter Form zu dokumentieren.
  • Die Lehrenden berichten dem/der LehrgangsträgerIn über den Verlauf der von ihnen durchgeführten Teile des Lehrgangs.
  • Der/die LehrgangsträgerIn verfasst einen aussagekräftigen Bericht, in dem die Evaluierungsergebnisse der TeilnehmerInnen und die Berichte der Lehrenden zusammengefasst sind und erläutern darin, wie sich dies auf die zukünftige Planung und Gestaltung des Lehrgangs auswirkt.