Zertifizierte AusbildungsQualität für die Kinder- und Jugendarbeit

Lehrgänge einreichen

Um eine Zertifizierung zu ermöglichen, müssen als grundsätzliche Voraussetzungen definierte Bedingungen erfüllt sein. Wesentlichstes Kriterium ist die Sicherstellung eines hohen fachlichen Niveaus des zu zertifizierenden Lehrgangs. Zertifizierungsfähig sind daher nur Lehrgänge, für die Standardisierungen und fachlich-qualitative Filter nachgewiesen sind und die durch unabhängige Fachleute geprüft wurden.

Die für eine aufZAQ-Zertifizierung zu erfüllenden Kriterien sind in den aufZAQ-Qualitätsstandards zusammengefasst. Das Zertifizierungsverfahren umfasst 9 Schritte.

Im ersten Schritt reicht der/die LehrgangsträgerIn die vollständigen Lehrgangsunterlagen ein. Diese umfassen ein Lehrgangscurriculum und ggf. einen Anhang. Die Gliederung (pdf) gibt Orientierung, welche Punkte die Lehrgangsunterlagen umfassen sollen. Die hilfreichen Fragestellungen (pdf) dienen zusätzlich als Unterstützung bei der Ausarbeitung.

Schon vor der Einreichung steht die aufZAQ-Geschäftsstelle zur Beantwortung von Fragen und für Beratungsgespräche gerne zur Verfügung!

aufZAQ-Qualitätsstandards

Rahmenbedingungen

  • Der Inhalt bzw. das Thema des Lehrganges muss für den kinder- und/oder jugendpädagogischen Bereich relevant sein (Schriftliche Begründung durch den/die Lehrgangsträger/in).
  • Das Curriculum muss in erster Linie pädagogisch orientiert sein.
  • Die Ausschreibung erfolgt offen; die Mitgliedschaft in einer bestimmten Organisation ist nicht Bedingung für die Zulassung zur Teilnahme.
  • Die Lehrgangseinheiten umfassen mindestens das Zeitausmaß von 72 Stunden á 60 Minuten. Diese können sich bspw. in 96 Unterrichtseinheiten á 45 Minuten gliedern.
  • Als zusätzlichen Bestandteil des Lehrgangs müssen TeilnehmerInnen ein Praxisprojekt im Ausmaß von mindestens 16 Stunden á 60 Minuten (exkl. Vor- und Nachbereitung) im Rahmen der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit selbstverantwortlich durchführen und dokumentieren (z.B. ein Wochenendpraxisprojekt). Grundlegendes Ziel ist die praxisrelevante Umsetzung der Lehrgangsinhalte.

Didaktische Anforderungen

Gefordert werden …

  • ausgereifte didaktische Konzepte und adäquate Kursorganisation (Beschreibung im Lehrgangscurriculum)
  • aktuelle Lehrgangsunterlagen
  • fachspezifische Qualifikation und themenrelevante Erfahrung der ausführenden ReferentInnen (Eignung wird durch Kompetenzbeschreibung der einzelnen Personen nachgewiesen)

Inhaltliche Anforderungen

  • Die Inhalte des Lehrgangs müssen aktuellen fachlichen Standards/Entwicklungen entsprechen (Beschreibung im Lehrgangscurriculum).

Lehrgangsevaluation

  • Die ReferentInnen verfassen für den/die Lehrgangsträger/in einen aussagekräftigen ReferentInnenbericht.
  • Die TeilnehmerInnen evaluieren den Lehrgang. Die Ergebnisse dieser Evaluation sind in ausgewerteter Form zu dokumentieren.

9 Schritte zur Zertifizierung

Das aufZAQ-Zertifizierungsverfahren umfasst 9 Schritte:

  1. Einreichungen für die aufZAQ-Zertifizierung an die Geschäftsstelle mittels vollständiger Unterlagen (siehe Gliederung [pdf] und hilfreichen Fragestellungen [pdf])
  2. Überprüfung der formellen Kriterien und Zusendung der Rechnung für die Expertisenkosten an die/den einreichende/n Träger/in
  3. Überweisung der Kosten (derzeit 350 Euro) durch die/den einreichende/n Träger/in
  4. Beauftragung eines/r Experten/in nach Eingang dieser Gebühren
  5. Bearbeitung der eingereichten Unterlagen inkl. Rückfragen, eventueller Nachforderungen von Unterlagen durch die/den beauftragte/n Experten/Expertin
  6. Zusendung des Ergebnisses an die/den einreichende/n Träger/in
  7. Evtl. notwendige Veränderungen oder Nachbesserungen der Lehrgangsunterlagen werden von dem/der einreichenden Träger/in die aufZAQ-Geschäftsstelle gesendet
  8. Erstellung der Expertise unter Einbeziehung der überarbeiten Unterlagen durch den/die Experten/Expertin
  9. Die Expertise wird dem/der einreichenden Träger/in mit der Entscheidung des Beirats über die Zertifizierung/Nichtzertifizierung zugestellt.