Zertifizierte AusbildungsQualität für die Kinder- und Jugendarbeit

Qualität sichern

Ziel von aufZAQ ist es, die hochwertige Qualität von Lehrgängen der Kinder- und Jugendarbeit sichtbar und vergleichbar zu machen und somit ihre Anerkennung zu fördern.

Grundlage für die aufZAQ-Lehrgangszertifizierung sind die aufZAQ-Qualitätsstandards. Darin sind die Mindestvoraussetzungen für die aufZAQ-Qualitätsicherung und die Zuordnung zum aufZAQ-Kompetenzrahmen definiert.

Für Lehrgänge, die bis Ende 2017 zertifiziert wurden, gelten die aufZAQ-Qualitätsstandards bis 2017 . Eine Frist für die Gültigkeit dieser Qualitätsstandards und für den damit notwendigen Übergang zu den aktuellen Qualitätsstandards wird voraussichtlich Ende 2018 gesetzt und an die LehrgangsträgerInnen kommuniziert werden. Diese ist abhängig von den weiteren Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Nationalen Qualifikationsrahmen (NQR) und wird mindestens ein Jahr betragen.

Damit aufZAQ die gleichbleibende Qualität sowie die Aktualität des zertifizierten Lehrgangs langfristig bestätigen kann, sind folgende Maßnahmen erforderlich:

  • Die zertifizierten Lehrgänge bestätigen in der Vereinbarung zur Einhaltung der aufZAQ-Qualitätskriterien schriftlich, dass alle Angaben in den eingereichten Unterlagen korrekt sind und dem aktuellen Stand entsprechen. Es besteht eine Mitteilungspflicht bei wesentlichen Lehrgangsänderungen, z.B. betreffend des Curriculums oder der Referent/innen, an die aufZAQ-Geschäftsstelle.
  • Die LehrgangsträgerInnen sind verpflichtet, bei Beginn eines Lehrganges eine Lehrgangsmeldung an die aufZAQ-Geschäftsstelle zu schicken. In diesem Dokument werden Informationen zum organisatorischen Ablauf, den ReferentInnen sowie der geplanten TeilnehmerInnenzahl angegeben. Bei modulhaft aufgebauten Lehrgängen ist die Lehrgangsmeldung einmal jährlich per E-Mail an die aufZAQ-Geschäftsstelle zu senden.
  • Bei Abschluss eines Lehrgangs ist eine Lehrgangsdokumentation abzugeben. Sie beinhaltet u.a. eine Zusammenfassung der Lehrgangsevaluation, die Liste der AbsolventInnen und Informationen über mögliche Änderungen gegenüber der Lehrgangsmeldung (z.B. ReferentInnen). Bei modulhaft aufgebauten Lehrgängen ist die Lehrgangsdokumentation einmal jährlich per E-Mail an die aufZAQ-Geschäftsstelle zu senden, sofern es im betreffenden Jahr LehrgangsabsolventInnen gibt.

Änderungen bei bereits zertifizierten Lehrgängen

Wenn keine wesentlichen Inhalte verändert wurden und alle ReferentInnen die erforderlichen Qualifikationen nachweisen können, wird auch das Folgecurriculum (ohne erneute Expertise) zertifiziert.

Im Falle von Änderungen im Rahmen des angebotenen Lehrganges betreffend des Curriculums, der Lehrgangsstruktur, des Lehrgangskonzepts oder der beschriebenen Lernergebnisse müssen diese an die aufZAQ-Geschäftsstelle per E-Mail gemeldet werden. TrägerInnen von bereits zertifizierten Lehrgängen wird dringend empfohlen, vor umfangreichen Änderungen das kostenlose Beratungsangebot von aufZAQ in Anspruch zu nehmen.

Bei umfangreichen Änderungen entscheidet der aufZAQ-Beirat darüber, ob eine erneute Zertifizierung oder Zuordnung zum aufZAQ-Kompetenzrahmen bzw. abermals eine kostpflichtige Expertise notwendig wäre.
Für Lehrgänge, die dem aufZAQ-Kompetenzrahmen zugeordnet wurden, gelten bei einer Änderung der beschriebenen Lernergebnisse auf jeden Fall erneut die 7 Schritte zur Zertifizierung inkl. der kostenpflichtigen Expertise.

Öffentlichkeitsarbeit und Nachweise für TeilnehmerInnen

Die zertifizierten Lehrgänge werden auf der aufZAQ-Webseite veröffentlicht. Die LehrgangsträgerInnen geben das aufZAQ-Logo in ihren Medien an geeigneter Stelle an und verlinken auf die aufZAQ-Webseite.

LehrgangsträgerInnen, die folgende Voraussetzungen nachweisen können, sind berechtigt, eine von aufZAQ bereitgestellte Teilnahmebestätigung an LehrgangsteilnehmerInnen auszugeben:

  • Der Lehrgang, an dem teilgenommen wurde, erfüllt die aufZAQ-Qualitätsstandards.
  • Der/die LehrgangsteilnehmerIn war mindestens zwei Drittel der Kontaktstunden zwischen Lehrenden und Lernenden anwesend.

Lehrgänge, die dem Kompetenzrahmen zugeordnet sind, dürfen bei Abschluss eines Lehrgangs aufZAQ-Qualifikationsnachweise an die LehrgangsteilnehmerInnen ausgeben. Dafür müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Der Lehrgang ist dem aufZAQ-Kompetenzrahmen zugeordnet und verfügt demnach über ein Feststellungsverfahren, das den aufZAQ-Kriterien für Feststellungsverfahren entspricht.
  • Der/die LehrgangsteilnehmerIn hat dieses Feststellungsverfahren positiv absolviert.

Die genauen Richtlinien für eine aufZAQ-Teilnahmebestätigung sowie einen aufZAQ-Qualifikationsnachweis werden in Kürze veröffentlicht.

Lehrgänge, die bis 2017 zertifiziert wurden, dürfen an alle LehrgangsteilnehmerInnen ein aufZAQ-Zertifikat ausgeben. aufZAQ stellt eine Vorlage für aufZAQ-Zertifikate (siehe Musterzertifikat [pdf]) zur Verfügung. Die LehrgangsträgerInnen übernehmen die Organisation sowie die Kosten für den Druck selbst und senden die gedruckten Zertifikate zur Unterzeichnung durch den aufZAQ-Beiratsvorsitzenden an die aufZAQ-Geschäftsstelle.
Um eine rechtzeitige Rücksendung der Zertifikate zu ermöglichen, sollte diese nach Möglichkeit drei Wochen vor der Vergabe an die aufZAQ-Geschäftsstelle gesendet werden. Bitte beachten: Es können nur Zertifikate von gemeldeten Lehrgängen unterzeichnet werden!