Kinder- und Jugendarbeit

Außerschulische Kinder- und Jugendarbeit umfasst freiwillige Aktivitäten von, mit und für junge Menschen außerhalb von Schule und öffentlicher Jugendhilfe. Das Lernen erfolgt dabei nicht-formal und informell. Dafür braucht es qualifizierte Personen, die Potenziale junger Menschen erkennen und fördern.

In Österreich gliedert sich die außerschulische Kinder- und Jugendarbeit in drei Bereiche: Verbandliche Kinder- und Jugendarbeit, Offene Jugendarbeit und Jugendinformation. Ergänzt wird sie durch vielfältige, oft selbstorganisierte Initiativen auf lokaler bis überregionaler Ebene.

Nicht-formales und informelles Lernen

aufZAQ richtet sich an Lehrgänge die auf die außerschulische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen vorbereiten. Diese Lehrgänge ermöglichen Lernprozesse abseits von gesetzlich vorgegebenen Lehrplänen und Prüfungssituationen. In ihnen erwerben Menschen auf nicht-formalem und informellem Weg wertvolle Kompetenzen, (nicht nur) für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Ziel von aufZAQ ist es, diese Kompetenzen sichtbarer zu machen.

Dabei handeln wir im Einklang mit aktuellen fachlichen Entwicklungen und europaweiten bildungspolitischen Strategien. Der Europarat empfiehlt, kompetenzbasierte Rahmen für die Ausbildung und Schulung bezahlter und ehrenamtlicher Jugendarbeiter*innen auszuarbeiten. Der Rat der Europäischen Union empfiehlt im Einklang damit die Aufwertung und Anerkennung nicht-formaler Bildungsangebote. Ihm zufolge sollen die EU-Mitgliedsstaaten die Ermittlung und Validierung von nicht-formalen Lernprozessen im Jugendbereich fördern und den spezifischen Beitrag, den Jugendorganisationen und andere nichtstaatliche Organisationen bei der Vermittlung nicht-formaler und informeller Lernerfahrungen leisten, anerkennen und unterstützen.

Nicht-formales Lernen bezeichnet Lernen außerhalb staatliche anerkannter Bildungseinreichtungen, das zielgerichtet und strukturiert abläuft. Es kommt zu keiner automatischen Zertifizierung, die kann aber durch Stellen wie aufZAQ erfolgen.

Validierung

Ein wichtiges Stichwort ist hier Validierung nicht-formalen (z.B. im Lehrgang) und informellen (z.B. in der Arbeit, im ehrenamtlichen Engagement und in der Freizeit) Lernens. Sie hilft, erworbene Kompetenzen sichtbar zu machen und ihre Anerkennung zu erhöhen. Dabei steht nicht im Vordergrund, wie Kompetenzen erreicht wurden, sondern dass sie vorhanden sind und identifiziert werden können.

Um dies in allen Bildungsbereichen zu fördern und Verlässlichkeit für Validierungsverfahren zu steigern, wurde die Strategie zur Validierung nicht-formalen und informellen Lernens in Österreich erarbeitet. Sie ist das Ergebnis eines intensiven Diskussions- und Entwicklungsprozesses, bei dem alle wesentlichen Stakeholder im Feld der Validierung von Kompetenzen eingebunden waren. Auch aufZAQ war maßgeblich an der Entwicklung der Strategie beteiligt.

Hier setzt aufZAQ mit den Zertifizierungsverfahren an: Sie bieten Lehrgängen, die auf die außerschulische Kinder- und Jugendarbeit vorbereiten, einen Qualitätsnachweis und machen die dort erworbenen Kompetenzen sichtbar.

Informelles Lernen findet z.B. in der Freizeit, der Arbeit oder im Alltag statt. Es ist nicht strukturiert und folgt keinen vorgegebenen Zielen. Eine Zertifizierung erfolgt nicht.