Frau hält Vortrag beim aufZAQ Impuls.Brunch, Bundeskanzleramt.

Rückblick auf den aufZAQ Impuls.Brunch

Brunch und Bildung – eine ziemlich gute Kombination! Beides gabs am 10. September beim aufZAQ Impuls.Brunch, wo sich Fachkräfte, Organisationen und Interessierte zum Thema Qualitätsentwicklung in der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit ausgetauscht haben.

Bevor wir einen Blick voraus warfen, blickten wir zurück: 20 Jahre aufZAQ – von den ersten Ideen über die Etablierung als NQR-Servicestelle bis hin zur internationalen Vernetzung. Es hat sich viel getan: von der ersten österreichweiten Zertifizierung über den Kompetenzrahmen für die Jugendarbeit bis hin zu ersten NQR-Zuordnungen aus dem Jugendbereich.

Impulse zur Qualitätsetwicklung

Danach standen Impulse im Mittelpunkt. Etwa das Projekt LETTra, das sich mit digitalem Lernen beschäftigte. Entstanden aus Erfahrungen von Jugendorganisationen während der Covid19-Pandemie, lieferte es Leitfäden, Tools und einen Selbstlernkurs für Trainer*innen in der Jugendarbeit. Vorgestellt wurde auch das Projekt Blockchained Youth Work, das mit Blockchain-Technologie Fälschungen von Zertifikaten verhindern will – klingt futuristisch, ist aber schon an der Uni Ljubljana schon Realität. Auch aufZAQ möchte in Zukunft Ausbildungszertifikate in eine Blockchain einspielen.

Weiterentwicklung und Podiumsdiskussion

Auch der aufZAQ-Kompetenzrahmen wird weiterentwickelt. Neue Themen wie Kinderschutz, Nachhaltigkeit oder psychische Gesundheit fließen ein, begleitet von Umfragen, Workshops und Fokusgruppen – Praxisnähe ist damit garantiert. Außerdem arbeiten wir derzeit an aufZAQ Basic, einem niederschwelligen Zertifizierungsangebot für kurze Bildungsformate. Damit auch kleinere Trainings sichtbarer und anerkannt werden.
Nach so viel Input tat die Postersession und eine Kaffeepause gut – Gelegenheit zum Schmökern, Austauschen und Durchatmen. Den Abschluss des Impuls.Brunchs bildete eine spannende Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen aus verbandlicher und offener Jugendarbeit. Dabei gings um die Frage, wie Qualitätsentwicklung in der Jugendarbeit zwischen Anspruch und Alltag wirklich gelingt.

Dabei wollen wir euch eine einige Kernaussagen aus der Diskussion nicht vorenthalten:

  • Um die Qualität in der Kinder- und Jugendarbeit zu steigern brauchen wir eine positive Fehlerkultur, entsprechende Freiräume und Menschen, die reflektiert arbeiten.
  • Jugendarbeit muss nicht nur für junge Menschen, sondern mit jungen Menschen gestaltet werden.
  • Jugendarbeit braucht nicht nur fachlich kompetente Menschen, sondern auch solche, die eine professionelle Grundhaltung mitbringen.
  • Gute Jugendarbeit erhält sich selbst: Junge Menschen, die dort positive Erfahrungen gemacht haben, engagieren sich oft später selbst.
  • Die Jugendarbeitszene in Österreich ist zwar klein, das ist aber auch eine Chance. Man kennt sich und kann rasch Dinge bewegen.
  • Eine der Stärken der Jugendarbeit sind multiprofessionelle Teams, bei denen alle ihre Stärken einbringen können und sich gegenseitig ergänzen.

Wofür steht der Impuls.Brunch zusammenfassend? Viele neue Ideen, wertvolle Kontakte und die Gewissheit, dass Qualitätsentwicklung herausfordernd, praxisnah und richtig spannend ist. Wir freuen uns schon auf die kommenden Veranstaltungen.